Osteochondrosis dissecans

Ursachen und Diagnostik

Diese möglichen Ursachen hat die Osteochondrosis dissecans im Sprunggelenk:

  • Frische Verletzung  mit  Ostechondraler Läsion
  • Chonischer Bandschaden führt mit Mehrbeweglichkeit zu permanenten kleinsten Verletzungen (Mikrotraumata)
  • Instabilität und Achs-fehlstellung nach Brüchen
  • Angeborene oder erworbene Fußfehlstellungen wie z.B. Hohlfuß oder Plattfuß

Die Patienten klagen über Schmerzen, Schwellungszustände bei Belastung, bei fortgeschrittenen Stadium kommt es zu Gelenkblokaden und Ruheschmerzen. Meist wird auch ein Unsicherheits und Instabilitätsgefühl berichtet

 

Neben der Anamnese und der körperlichen Untersuchung, kann man im Sono einen Gelenkerguss sehen, in fortgeschrittenen Stadium ist es im Röntgen gut sichtbar, das MRT ist Standard, hiermit sind auch schon frühe Stadien gut darstellbar


Einteilung

Stadien bei Osteochondrosis dissecans

  • Stadium 1: Knorpelverletzung, nur im MRT sichtbar
  • Stadium 2: Deutliche Knochenrückbildung (Nekrose) des unter dem Knorpel liegenden Knochens
  • Stadium 3: Losgelöster Erkrankungsherd mit deutlich sichtbarer Sklerosezone  am Rand der OD-Zone
  • Stadium 4:Losgelöster Gelenkkörper ("Gelenkmaus") der sich frei im Gelenk bewegt
Osteochondrosis dissecans
im Röntgen sichtbarer OD Herd Stadium 3


Therapie

Die Therapie hängt vom Alter des Patienten und dem Stadium der Erkrankung ab.

Bei  jungen Patienten  kann der Spontanverlauf abgewartet werden. Eine Spontanheilung tritt in bis zu 50% der Fälle auf.

Beim Erwachsenen kann fast nur mit operativen Maßnahmen behandelt werden. Auf jeden Fall aber ist eine Operation der Osteochondrosis dissecans erforderlich, wenn bereits eine Loslösung des Dissekats stattgefunden hat.

Wichtig ist eine operative Behandlung bevor das losgelöste Dissekat den Gelenkknorpel großflächig schädigen kann. Ziel der Therapie der Osteochondritis dissecans ist das Aufrechterhalten einer glatten gesunden Knorpeloberfläche im Gelenk.

Es wird in jeden Fall mit einer Arthroskopie des Sprunggelenk begonnen, hierbei kann das Stadium der Erkrankung festgestellt werden, je nachdem ob der Knorpel noch intakt, oder schon geschädigt ist, und ob ein Dissektat besteht werden unterschiedliche OP Verfahren angewandt.

Im einzelnen werden folgende Operative Maßnahmen in unserer Praxis durchgeführt:

  1. Anbohrung des Krankheits-herdes unter Röntgen ohne den Knorpel zu verletzen (retrograde Anbohrung) . Das soll eine Revitalisierung der Nekrosezone mit wieder einwachsenden Blutgefäßen auslösen.
  2. Wiederbefestigung des bereits abgelösten aber intakten Dissekats durch Schrauben. Kann arthro-skopisch erfolgen, manchmal wird das Gelenk eröffnet. 
  3. Wenn sich das Dissekat bereits aufgelöst bei kleinen Defekten wird durch kleine Bohrungen(Mikrofrakturierung) in die Tiefe des Knochens das noch gesunde Knochengewebe zur Ersatzknorpelbildung angeregt
  4. Bei größeren  Defekten kommt in unser Praxis das AMIC Verfahren zu Anwendung, dabei wird der Defekt  angebohrt und mit Spongiosa (z.B. Entnahme Innenknöchel oder Becken-kamm) aufgefüllt, dann eine Kollagenmembran aufgebracht, dies führt zu einem Knorpelregenerat
retrograde Anbohrung Talus
retrograde Anbohrung OD Herd med. Sprungbein ( Talus)